Die Zeit ist kein Indikator fuer 'Zeit',
manchmal schleicht sie,
manchmal kriecht sie,
manchmal jedoch verfliegt sie - so schnell, dass es schon fast zeitlos erscheint,
Zeit.
Wow.So fuehle ich mich gerade - total im zeitlosen Strudel der viel zu schnell verfliegenden Zeit...
Ich bin gerade in Dunedin, an der suedlichen Ostkueste der South Island of New Zealand, 3 Wochen Zeit trennen mich schon vom Abflug in Zuerich - dem Start meiner Reise - und dem jetzt.
Es waren 3 wundervolle, unbeschreibliche, atemberaubende Wochen; ich versuche mein bestes, sie kurz und wuerdig in Worte zu fassen:)
Das letzte Mal schrieb ich von Nelson aus - Nelson ist eine bunte, quietschlebendige 'Kuenstlerstadt' im Norden, der waermste und sonnigste Platz der ganzen Suedinsel! Und es waren auch meine 'waermsten' Tage, die ich waherend meiner ganzen Reise verbrachte: sage und schreibe 17 Grad warm war es dort! Ich hatte mich total in Nelson und die quirligen Leute verliebt, doch leider wurde mir recht schnell klar, dass 1 Monat reisen sehr sehr wenig Zeit ist und ich deshalb immer gezwungen bin, weiter zu gehen, Neues zu erkunden, denn es gibt einfach sooo viel wunderschoenes und atemberaubendes zu sehen auf dieser Insel - unglaublich! Ich koennte mich wirklich zu Tode fotografieren bei dieser malerischen, mysthischen und scheinbar unberuehrt wilden Landschaft...(ich bin wirklich ein richtig typischer Tourist, der total doof mit der Kamera vor den Augen durch die Gegend rennt und jede Sekunde ein neues Wow! ausstoesst...hihi). In Nelson zum Beispiel gieng ich einen Tag lang mit Baby-Seeloewen im Able Tasman National Park paddeln...wonderful!
Nach
Nelson gieng es also viel zu schnell weiter mit dem Bus Richtung Sueden, der Westkueste entlang...ich verbrachte einen Tag in
Punakaki, einem Ort mit 2 Strassen und einem Cafe (wobei das Cafe ca. 10 Gehminuten von den 2 Strassen entfernt, einsam auf einem Huegel lag...) - dafuer konnte man in Punakaki so wunderschoene Wanderungen im 'Regenwald' von Neuseeland geniessen oder am Beach entlanggehen und die pancake rocks bestaunen (das ist altes Vulkangestein, vom Wind und Meer abgetragen und sieht tatsaechlich aus wie aufeinandergesapelte pancakes:))
Von Punakaki gieng es weiter nach
Hokitika (keine Sorge, ich kann die Namen auch nach hartem Training immer noch nicht korrekt aussprechen...) wo ich einiges ueber Pounamu (gruener Jadestein, den man nur auf der Suedinsel von Neuseeland finden kann und der in der Maori Kultur eine hohe spirituelle Bedeutung hat) lernte. Von Hokitika weiter nach
Fox Glacier - wie es der Name schon erahnen laesst, befindet sich ca. 10km neben dem Staedtchen einer der zwei groessten Gletscher Neuseelands - Gletscherwanderung mit Kappe und Handschuhe, wunderbar!:)
Nach Gletscher-Abendteuer gieng es weiter nach
Wanaka (lake wanaka ist anscheinend der schoenste See der Welt - wuhu!) und er ist in der Tat atemberaubend! Ich bin dort vor dem Erwachen der Sonne aufgestanden um einige Fotos von der sich im See spiegelnden Morgenroete zu schiessen und anschliessend habe ich einen Berg erklommen und dort, hoch oben, hatte man wirklich eine der schoensten Aussichten, die ich je geniessen durfte! Wieder einmal so ein Moment, in dem man sich einfach nur winzig klein und schrecklich unbedeutend fuehlt...
Nach Wanaka brachte mich der Bus in die belebte Stadt
Queenstown - endlich einmal wieder people auf der Strasse und nicht nur 2 Strassen:) - sehr viele Leute sogar, Queenstown ist beruechtigt fuer das aufregende Nachtleben...- und alle anderen nervenkitzelnden, wahnsinnigen, adrenalinpushenden Aktivitaeten, wie zum Beispiel bungee jumping! (und ja, auch ich musste das natuerlich versuchen, wenn ich schon einmal dort bin...hihi...es war toll!! - aber viel zu schnell vorbei).
Nach all dem Aktion in Queenstown durfte ich wieder viel Natur pur in der Umgebung von
Te Anau spuehren: bei diesem Ort habe ich meine laengste Wanderung gemacht; ein kleiner Teil des Kepler Tracks, danach spuehrte ich wirklich jede kleinste Muskelfaser meines Koerpers! Natuerlich war ich nicht ohne Grund nach Te Anau gereist, von Te Anau aus hat man die besten Moeglichkeiten zur Erkundung des Fijordlands - wunderschoen! - leider musste bei mir alles wieder einmal viel zu schnell gehen und ich machte deshalb nur einen gefuehrten Touristen-Tagesausflug nach
Milford Sound, aber die winzige Geschmacksprobe hatte es in sich! Milford Sound anzusehen ist etwa so, wie einen Film ueber eine vergessene, tiefverborgene Maerchenwelt zu sehen, mit dem einzigen Unterschied, dass der Film Realitaet ist! Waehrend wir mit dem Schiff durch den Fijord fuhren, rechts und links hohe, dicht bewaelderte Huegel, die aus dem tuerkisfarbenen Wasser herausragen, sprangen Delfine aus dem Wasser und tuemmelten sich Seeloewen auf den Steinen...wirklich, wie im Film!
Wieder so ein Moment, in dem ich mich ziemlich klein und schrecklich unbedeutend fuehlte...
Und mit diesem Gefuehl geht es wohl weiter - weiter nach Timaru...- und dann? Wer weiss...
Kia Ora!
& cheers aus New Zealand.
ps: ach ja, heute bin ich die steilste Strasse der Welt emporgefahren - ich habe zeitweise um die tolle, menschliche Erfindung des Motors oder viel mehr um dessen Leistungskraft gefuerchtet...:)