Freitag, 24. August 2012

25th of August - die Spannung steigt...



 Die Spannung steigt,

noch zweieinhalb Stunden bis zum grossen Spiel (all blacks gegen Australien, BIG deal! - ausserdem die letzte Chance einen 'haka' live zu sehen,
amazing!),
endlich fertig mit allen Pruefungen,
20 Zentimeter Papier in den Muell geschmissen (fuehlte mich irgendwie ein bisschen an letzten Juni erinnert, als wir tanzend nach der letzten muendlichen Maturapruefung unsere Vokabelbuecher mit den heissen Feuerflammen kaempfen sahen),

die Spannung steigt,

in weniger als 24 Stunden werde ich endgueltig neuseelaendischen Boden verlassen und irgendwo im nirgendwo und nirgendwas (ich habe 10 Stunden, die es gar nicht gibt...)ueber dem tiefen, blauen Wasser Richtung Dubai unterwegs sein,
das letzte, hippe Kaffe heute Morgen besucht und 3 Buecher fuer den langen Flug gekauft,
viele Fotos von unnoetigen Dingen geknipst,
mich wie ein doofer Tourist ohne Ziel gefuehlt,
zu viele Freunde zu lange in den Armen gehalten,

die Spannung steigt,

Koffer packen einmal mehr auf SPAETER aufgeschoen (welches spaeter?),
der Uhr beim ticken zugehoert und gewuenscht, dass sie fuer einmal ganz ganz kurz innehalten wuerde,
nur ganz ganz kurz...

die Spannung steigt,

tick.
tick.
tick.

sieht die Schweiz noch gleich aus????

ps: die Spannung steigt,
vielleicht war das das letzte Mal, dass ich von neuseelaendischen Computers auf diesen Blog geschrieben habe...






25th of August - Countdown nearly done...!!!

May the road rise up to meet you,
May the wind be always at your back,
May the sun shine warm upon your face
the rain fall soft upon your fields,
and until we meet again,
May God hold you in the palm of his hand.
-
Irish Blessing. 

Das Gefuehl in meiner Magengegend ist ziemlich schwierig zu beschreiben,
es reicht sekundenschnell wechselnd von prickelnder Aufregung zu herzenszerreissender Traurigkeit oder schwerfaelliger Wehmut,
das Ende meines Sommers in Neuseeland scheint hart und unvorbereitet auf mich zu zuprallen,
es ist langsam Zeit, good-bye zu sagen...
...
oder doch noch nicht ganz?:

Top 10 before leaving New Zealand:
- englische Buecher fuer die lange Reise kaufen
- richtig lang und heftig in das Nachtleben Aucklands eintauchen
- einen Mc Flury mit caramel-cookie Geschmack von Mc Donalds geniessen (oder besser zwei...)
- ein Rugby-Game besuchen
- Fotos knipsen
- eine 600ml Dose Red Bull austrinken (kein Witz, diese Monster-Dosen gibt es hier ueberall zu kaufen...)
- die restlichen Filme meiner Gastfamilie schauen
- alle Schulmaterialien verbrennen
- packen
- ein richtig tolles, alternatives Kaffee besuchen und den besten long black ever schluerfen...- yaaam!

...

good-bye.

Wo ist eigentlich das 'good' in good-bye!!!???

Sonntag, 19. August 2012

19th of August - Countdown: 7 days left.


Countdown has started,
one week left,
I feel dark emptiness,
mixed with thrilling excitement.
Reality?

Auckland Skyline by night, vom Aussichtspunkt Mt.Eden (kleiner Vulkan ca. 20 Minuten Fussmarsch von meinem Haus entfernt).
Das erste Mal auf diesem kleinen, huebschen, gruenen Vulkan war ich an meinem allerersten Tag bei der neuen Gastfamilie - ich erinnere mich als waere es Gestern gewesen, ich kam Samstagabend von Christchurch in Auckland an und am Sonntagmorgen stieg ich mit Phil & Stephanie in ihr altes Cabriolet und tuckerte den Vulkan Mt.Eden hinauf, um das erste Mal 'AUCKLAND' zu sehen,
WOW.
Ich fuehlte mich so richtig klein, mein Kopf brummte von all den vielen neuen Infos und Eindruecken, die ich von meinen host parents bekam - diese Strasse hier, die wir gerade entlang fahren ist die Parallelstrasse zu Gillies Avenue und geht 'straight ahead' ins Zentrum von Newmarket, wo deine Schule ist und eigentlich kannst du nie fehlgehen, wenn du in irgendein Bus steigst, der in diese Richtung faehrt, ausser natuerlich du stehst auf der falschen Strassenseite, dann wird dich der Bus weg vom Nortshore Richtung Onehunga bringen, aber keine Sorge...
...
Nein, keine Sorge, 
dachte ich und schaute auf die immense Stadt,
fuehlte ein nervenaufreibendes Prickeln, 10 Wochen Auckland - awesome!!

Neun Wochen spaeter ist Auckland so was wie ein zweites zu Hause geworden,
ich weiss nun, wohin mich Gillies Avenue (und die Parallelstrasse Manukau Road) hinfuehrt, auch auf welcher Strassenseite es besser ist in den Bus einzusteigen (und was man tun sollte, falls man doch faelschlicherweise die Falsche erwischt...:D - gut macht der Bus, den ich meistens in die Schule nehme eine endlose Runde, da ist es dann halb so schlimm, wenn man auf der falschen Strassenseite hineinhopst, das einzige was passiert ist, dass man fuer 2.10 Dollar mehr als 1 Stunde Bus fahren darf...! - amazing :))

Countdown.
Reality?



Mittwoch, 15. August 2012

15th of August - COFFAHOLIC


black coffee,
bitteres Lebenselexier,
mitten in den belebten Gaesschen Wellingtons
oder Aucklands wuselnder Queenstreet,
zwischen Himmel und Erde. 
black coffee,
suesser Tagestraum,
manchmal frueh Morgens,
manchmal vor dem Einschlafen.
black coffee,
jeden Tag,
ein Stueckchen warmes Glueck,
ein Moment voller aromatischen Genusses.
black coffee,
ein bitter-warmes Lebensgefuehl,
-

'A long black with two espresso shots, PLEASE'
 Ich glaube mit diesem Satz koennte ich ueberleben hier,
und das beste an Auckland: ich muesste diesen Satz kein einziges Mal am selben Ort wiederholen! Auckland hat so viele suesse, kleine, grosse, warme, helle, duestere, was weiss ich fuer welche Kaffees,
ueberall.
Habe ich das schon erwaehnt?:) - yes,
probably,
I'm a COFFAHOLIC.

Und ob ihr es mir glaubt oder nicht,
COFFAHOLIC's haben ein paradiesisches Leben in Auckland: ich war in den ganzen zwei Monaten (ach herjee, schon 2 MONATE!!!), noch nie im selben Kaffe des belebten Quartieres meiner Schule (Newmarket) - und ich habe wirklich schon richtig viele verschiedene cups of coffee genossen! Ausserdem ist Newmarket ja nur ein Quartier unter vielen vielen...da gibt es noch Epsom (wo ich wohne) oder Mt.Eden (mit ganz vielen verschiedenen, herzenswaermenden Moeglichkeiten einen Kaffee oder zwei mit Kuchen oder ohne zu schluerfen), ganz abgesehen von Parnell oder Ponsonby...

Kurz gesagt, ich liebe Aucklands Kaffee's,
weil:

  • man den besten long black fuer $3.50 bekommt:)                                                                  (dooble espresso shot und frisches Wasser im separaten Glaesschen gibt's natuerlich gratis mit dazu...)
  • man so lange bleiben kann, wie man moechte - auch nach drei Stunden wird man nicht mit fragenden, langen Blicken des Personals darauf aufmerksam gemacht, dass man nun wohl besser langsam ans Gehen denken sollte, falls man nicht im Sinn hat, eine zweite Erfrischung zu bestellen...
  • Keines dem Anderen gleicht - und Jedes das Letztere uebertrifft
  • man waehrend dem Kaffee-schluerfen einen Berg Zeitungen und Magazine durchblaettern kann
  • man mit angenehmer Hintergrundmusik berieselt wird
  • die Dekoration und Atmosphaere von dark & dingy zu warm & cosy bis bright & airy und zurueck reicht
  • man so viele Fotos knipsen kann, wie man moechte!:D












Mittwoch, 1. August 2012

1th of August - everyday life in Auckland

Dear Diary,
today was an utterly normal day,
a day like all the others,
ordinary unusual.

6.40am
Hallo morgendlicher Sonnenschein (oder heute windiger Regenfall), herzlich willkommen neuer Tag...

6.45am
Zweiter Versuch meines Weckers mich aus dem Bett zu klingeln...dieses Mal klappte es schon besser - nach weiteren fuenf Minuten Halb-Wach-Schlaf konnte ich mich endguetlig durchringen aus dem warmen Bett zu steigen (ich habe eine geheizte Bettmatratze!) - HALLO NEUER TAG.

7.00am
Nach morgendlicher Dusche sitze ich mit meiner host mother und host sister auf dem bequemen Sofa in der Stube vor dem Fernseher, um die erste Halbzeit der Frauenfussballqualifikation mitzuverfolgen...leider gieng dieses Vorhaben nicht ganz so auf wie gedacht, anstatt neuseelaendisches Frauenfussball wurden wir mit olympischem Schwimmen unterhalten...

7.30am
Breakfast-Time, frischer smoothie & toast mit honey and jam, wonderful! Und natuerlich einem heissen, erfrischenden Kaffee...ein neuer Tag kann beginnen!

8.05am
(Gemaess Busfahrplan sollte jetzt mein Bus Richtung Newmarket zu meiner Schule fahren...GEMAESS...- ich stehe natuerlich schweizer-puenktich an der Strasse und warte...und warte...)

8.20am
Endlich bogen die zwei hellen Scheinwerferlicht meines Busses um die Ecke, Erfolgserlebnis, nur gerade 15 Minuten zu spaet und ich hatte sogar einen freien Sitzplatz...an amazingly ordinary day!

8.45am
Gerade noch geschafft! Nach scheinbar endloser Busfahrt durch die vollgestopfen Strassen Aucklands und kurzem Sprint zur Schule erschien ich gerade noch 'rechtzeitig' zum Unterricht...(goldene Regel: hoechstens 15 Minuten zu spaet, ansonsten gibt es eine Abwesenheitsnotiz).

11.45am
Langersehnte Mittagspause nach knapp 4 Stunden Grammatikmarathon durch das Land der phrasal verbs und word transformations...- wenigstens war das Wetter nun sonnig freundlich und wir konnten unseren lunch draussen geniessen, haette ich meine Regenjacke doch nicht anziehen muessen!

00.30pm
Pause war leider wie immer viel zu schnell vorbei - zweiter Teil des Tages konnte starten...

3.45pm
Mein Kopf war voller neuen Vokabeln, guten Ratschlaegen fuer die verschiedenen Parts meines Examen und nett gemeinten Strategievorschlaegen...und natuerlich bekamen wir wieder einmal einen Berg Hausaufgabena aufgebrummt, wir haben Morgen schliesslich 'late start', d.h. der Unterricht beginnt erst um 12.30am.

Auf dem Weg nach Hause wurde einen kurzen Zwischenhalt bei Countdown (einer der grossen Supermarktketten hier in Neuseeland, etwa wie Migros oder Coop in der Schweiz) eingelegt. Die Schule ist wirklich grossartig gelegen: mitten im Newmarket-Viertel, das an sich eine Art Kleinstadt ist mit einer grossen Shoppingstrasse voll mit Kleidershops, Cafes, Eisdielen oder asien-food stores (von denen gibt es hier so viele wie Sand am Meer, Sushi ist definitiv eines meiner Grundnahrungsmittel geworden:)) und sogar einem Kino. Countdown selbst ist eine Welt fuer sich: ich liebe Einkaufen in anderen Laendern, das ist so spannend! Die Regale in den Supermaerkten hier sind zum Beispiel alle oben mit kleinen Notizen angeschrieben, damit man sich besser orientieren kann und schneller findet, was man sucht...naja, theoretisch...
Heute wusste ich jedoch fuer einmal ganz genau was ich einkaufen wollte, free range eggs and unsalted butter. Neuseelaender kennen naemlich kein frisches Brot, als mich meine host family fragte, was ich denn am meisten vermissen wuerde, antwortete ich wie aus der Pistole geschossen: FRISCHES BROT. (Den verfuehrerischen, himmlischen Duft von frischen Hoernchen und knusprigem Holzofenbrot, ohjeeee) - Darauf machten alle total grosse Augen, zogen die Augenbrauen gen Himmel und schauten mich ratlos an...ja, frisches Brot, das ist schwierig zu verstehen, wenn man sich taeglich von Toast aus dem Tiefkuehler und von da direkt in den Toaster ernaehrt...

Deshalb hatte ich den ambitioesen Entschluss gefasst, einen frischen Sonntagszopf zu bachen - suuuper Idee - es war ein kleines Abendteuer:): Hefe gibt es hier nur getrocknet in kleinen Beuteln, doch das war gar nicht das grosse Verhaengnis, viel mehr hat mein Zopf unter der Tatsache gelitten, dass die Butter hier normalerweise GESALZEN ist...(und Rahel hat natuerlich erst wieder an diese Tatsache gedacht, als sie ein kleines Stueckchen des Teiges kostete...uiii...das schmeckte nicht wie es sollte...)

Deshalb, zweiter ambitioeser Entschluss: let's try it again, mit ungesalzener Butter:D

5.45pm
Endlich Coffee-time! Nach Einkauf und langem Schultag ist es Zeit fuer eine kleine Pause und ein gutes Buch...

6.30am
Langsam kehren die wachen Geister zurueck - hallo liebe Hausaufgaben...(fuer einmal keinen Aufstatz sondern eine komplette Serie 'Use of Englisch', I'm thrilled!)

7.15pm
Backen, backen Zopf...- alle Zutaten fuer den zweiten Versuch wurden zusammengesucht und die Kueche mit weissem Mehl bestreut. Hoffentlich wird es diesmal einen richtigen, feinen, nicht zu salizigen Mittwochszopf, den man auch ohne 5 Zentimeter-Konfituerenschicht geniessen kann (obwohl das eigentlich auch ein ganz lustiges Erlebnis war, und das beste an traditionellen Gerichten, die ausser dem Koch noch nie jemand versucht hat: man kann einfach sagen, das MUSS so sein:D:D)

Zwischen dem kneten und zusammenruehren werden Tages-News mit meiner host family ausgetauscht, an ordinary unusual day at 9A, Woodhall Road.

8.30pm
Dinner-Time, fabulous creation a la Phil - ich werde seine schmackhaften Kochkuenste wirklich vermissen! Diesen Abend zauberte er ein Buffet mit verschiedenem Gemuese (von Kichererbsen, ueber Brokoli bis zu Pumpkin), gebratenen Kartoffeln, Chili-Tofu oder Chicken und Feta-Cheese.

9.00pm
Zopftime again! Ich staune wirklich jedes Mal, wie anscheinend wie durch Zauberhand aus einigen wenigen Zutaten ein wachsendes, milchig gelbes Teigwunder entstehen kann. Das Teigwunder wurde dann in eine anstaendige, geniessbare Form geflochten und in den Ofen geschoben - und jetzt sitzte ich hier, vor dem Mac im Wohnzimmer und rieche frischen Zopfduft mitten in einem Land, das Brot nur in Toastscheiben aus der Packung kennt...

...ordinary unusual.



Mittwoch, 25. Juli 2012

25th of July - talking about Jane Austen in Baghdad

Ja, 
Jane Austen ist definitiv NICHT aus Neuseeland,
(schon gar nicht aus unserem Jahrhundert)
und ja, 
Baghdad ist meilenweit entfernt im fernen Irak,
doch irgendwie fuehlt sich das 'updaten' (I know it's been AGES!!!!) meines Reiseblogs gerade so an...
-
meilenweit entfernt,
unreal SICHTBAR,
gegen Raum und Zeit.

a lonely shell

Die Zeit verfliegt wie im Flug hier in Auckland!
Unter der Woche haelt mich die Schularbeit auf Trapp und am Wochenende (und natuerlich nach oder vor der Schule) gibt es so vieles zu entdecken. Auckland an sich ist eine Stadt mit vielen kleinen Staedten - Auckland birgt so viele Gesichter! Das Zentrum der Stadt mit kilometerlangen Shoppingmoeglichkeiten bildet sich um die beruechtigte 'Queenstreet', die sich schnurgerade vom Parnell-Quartier bis zum Hafen zieht. Hier kann man nicht nur im fliessenden Menschenstrom auf und ab gehen und sich an den vielen verschiedenen Laeden, Essenstaenden und Souvenirshops satt sehen sondern auch eintauchen in die hektische Atmosphaere einer Grossstadt. Am Wochenende verwandelt sich die Strasse mit dem Einbruch der Dunkelheit in eine lebendige Partymetropole, wo sich das Geheule der Polizeiautos mit dem der jugendlichen Nachtschwaermer vermischt... - stunning!:) Das tollste an 'Queenstreet' ist wohl das Ueberqueren der vielen Verzweigungen mit den einmuendenden, kleineren Strassen: Lichtsignale hier ploppen in schrillen Toenen vor sich hin bis sie bei Gruenlicht ein grellendes 'wuuff' von sich geben und die wartenden Massen wie aus der Pistole geschossen an das andere Ende des Gehsteigs stroemen...

Doch fuer mich ist 'Queenstreet' nicht auf der top-ten Liste Aucklands.
Viel schoener ist einmal mehr die Landschaft, welche die Stadt umgibt: die zwei Ozeane, die Auckland umgeben oder die wunderschoenen Vulkaninseln sind nur zwei nennenswerte, beeindruckende Attraktionen von vielen . Und die CAFES - ich liebe die Cafes hier! Es gibt sie in allen moeglichen Variationen, Groessen und bestimmt fuer jeden Geschmack. Es gibt diese, die nach frischgebackenen Cookies riechen mit Theken voll von Kuchen und Keksen in allen Farbkombinationen oder solche mit vollgeposterten hippen Steinwaenden, die neue Kunst zelebrieren oder gar jene, die ihre Konsumenten mit rauem Kerzenlicht und Jazz verfuehren. Ich liebe es meine Schularbeiten in Cafes zu erledigen, nebenbei einen wundervollen 'long black' zu schluerfen (mjjaam...:D) und zwischen der einen und anderen Grammatikaufgabe die Leute zu beobachten. Ausserdem kann man in allen Cafes hier (wenn die Schularbeit zu laestig wird...) durch verschiedenste Zeitungen, Magazine oder Designbuecher schmoekern oder einfach die beruhigende Hintergrundmusik geniessen.
-
beguiling!

Natuerlich darf ich die Kinos nicht vergessen - ich habe hier in Auckland wirklich die faszinierende Welt der Kinos entdeckt,
und wie bei den Cafes gibt es diese hier in allen Groessen, Variatonen und fuer jeden Geschmack! Vom kleinen, suessen Homekino zum grossen Bluckbuster-Komplex ist alles zu haben - und je nach Kino ist natuerlich auch die Filmauswahl total verschieden. Gestern war ich in einem Theater, das fuer einmal seine Pforten fuer einen Maori-Film geoeffnet hatte: 'Maori Boy Genius' hiess der Film und er ist Teil des Programms des Auckland Film Festivals, das gerade begonnen hat und noch bis Ende Monat dauern wird...amazing!



Auckland hoert definitiv nicht mit dem Ende der 'Queenstreet' auf, wie es so manche Touristen zu sagen wagen...'Queenstreet' ist viel zu amerikanisch dafuer,
wie Jante Austen in Baghdad,

Welten.

eine Stadt mit viel zu vielen Staedten,
inmitten einzigartiger Landschaft...






Dienstag, 10. Juli 2012

9th of July - crazy weather & co.

Heute war wieder einmal ein richtig typischer 'Auckland-spielt-verrueckt-Tag':
Bei schoenstem Sonnenschein frueh am Morgen aufgewacht wurde ich nach dem Fruehstueck all zu bald vom nassen Gegenteil ueberrascht - doch nach 3 Wochen in der groessten Stadt Neuseelands ist man solche horrende Wechsel gewoehnt.
Das Wetter hier ist wie an ungeschuetzten Plaetzchen in den Bergen: man kann in wenigen Minuten alle vier Jahreszeiten durchleben, von stuermisch herbstlich zu frostig eisig und weiter zu sonnig mild, ganz geschweige natuerlich von regnerisch 'April-like' - letzteres geniesst man sogar ziemlich oft hier...

Es kommt also bestimmt nie vor, dass ich das Haus ohne Regenschirm, Schal, Handschuhe und Jacke verlasse - man weiss ja nie, was fuer eine Wetterueberraschung eine halbe Stunde spaeter auf dich wartet...


Ach ja: Schnee hat es hier natuerlich auch - in den Bergen....

Ich hatte dieses Wochenende die Moeglichkeit einen 2500m hohen Vulkan zu erklimmen, was eine absolut unglaubliche Landschaftserfahrung war! Ich fuehlte mich schon fast ein bisschen heimatlich zwischen all den hohen Schneebergen und skifahrenden Leuten, doch als ich den 2er Sessellift aus den 50er Jahren sah, musste ich leise laecheln...(ich stellte mir vor, wie es waere, wenn Davos oder Laax all die Massen an Snowboardern und Skifahrern mit langsam hoppelnden 2er Sesselliften den Berg hinauftransportieren wuerden...- oder noch besser: wenn sie sich dann nach langem, ungemuetlichem Warten nur eine 20m breite Piste hinunterquetschen koennten...:))
Doch diesen fehlenden Luxus macht die atemberaubende Winterlandschaft postwendend wett und die Vorstellung, gerade auf einem verschneiten, schlafenden Vulkan zu wandern, stellt alles andere in den Schatten!



Wieder einmal
 - einmal mehr - 
ein Moment, in dem ich mich ziemlich klein und unbedeutend fuehlte...ehrlich gesagt ziemlich ungeschuetzt und total der Kraft der Natur ausgeliefert, denn der schlummernde Vulkan unter mir haette jede Sekunde seinen Feueratem ueber mir ausspeien koennen,


haette.





Montag, 2. Juli 2012

2th of July - how is the food?

selfmade Cookie


Gleich nach der neugierigen, besorgten oder einfach nur hoeflichen Frage, wie es mir den so geht in Neuseeland, kommt meistens die beruechtigte Frage nach dem Essen...- how is the food?

Das erste, was mir dann in den Sinn kommt ist,
FARBIG.
Ja, das Essen hier ist farbig - Cookies und Muffins in allen moeglichen ror, rosa und violett Nuancen (wie wir es nur aus dem heissumschwaermten Starbucks kennen) und schon das Fruehstueck startet fuer mich mit einer wunderbaren gruenen Verfuehrung: der Kiwi Frucht.
Ich esse mein Muesli hier jeden Tag mit einer Kiwi, denn die schmecken hier so wunderbar suess und lecker, nie und nimmer vergleichbar mit dem waessrigen 'Etwas' was man in der Schweiz im Supermarkt kaufen kann...

How ist the food?

Farbig,
und ein Mix aus allen moeglichen Kulturen: Sushi zum lunch ist genauso einer meiner Favoriten wie der selbstgemachte, superfrische, gemischte Salat von Mojos um die Ecke oder die vegetarischen Pies vom Cafe gegenueber der Schule. Und wem das alles noch viel zu europaeisch, asiatisch oder amerikanisch toent, der kann immer noch ganz traditionell in den lieblich eingerichteten (!) Mc Donalds oder Subway gehen und dort sein bestimmt billigsten lunch des Tages kaufen...(mit der kleinen Nebenwirkung, das man wohl schon nach 2 Stunden wieder total hungrig auf einen fischgebackenen Cookie ist...hmm...:))

Finally, how is the food? - Ueberzeugt euch selbst. (Fuer diesen Blog habe ich eine Woche lang bei jeder moeglichen Gelegenheit die Kamera gezueckt um ein Schnappschuss von dem, was auch immer auf meinem Teller lag, zu schiessen...manchmal musste ich sogar ganz lieb der Gastgeberin einer afternoon tea party fragen, ob ich ein Paar Fotos von ihren lieblichen selbstgebackenen Desserts machen darf - typisch Tourist? Wohl ja.)



spaghetti a la kiwi

creation a la Phil

selbstgemachter 'Kaiserschmarren' mit shmashed apple

fresh salad

creation a la Rahel

buffet a la Johnstones

ofenfrische Mini-Pies

chinesische Reisnudeln

italienisches Buffet mit kiwianischem touch

Vegi-Falafel


homemade Muffins

afternoon tea-buffet

choco-chips Muffin

Sonntag, 24. Juni 2012

24th of June - changing glasses








Sometimes you're walking
and suddenly you recognize,
all's in black and white,
then it's time
to enter another side of world,
probably time to change glasses 
and see all the gorgeous colours again...


sometimes it's good,
to simply change the glasses...- let's do it now.



Freitag, 22. Juni 2012

23th of June - some impressions

Be an inspiration, 
or get inspired - it's up to you.


let's have a nice cup of coffee...


Ich liebe meinen Stundenplan! Ich weiss nicht warum wir Schweizer die ,Nation der Fruehaufsteher' sind, doch anscheinend scheinen wir es so richtig zu geniessen, uns jeden Morgen mit dem wundervollen Klang des Weckers zu quaelen...
Hier in Neuseeland beginnt ein normaler Wochentag auf jeden Fall nicht um 7.00Uhr in aller Fruehe, wenn die Sonne noch schlaeft und sich die Lebensgeister noch im Winterschlaf befinden  - mein normaler Wochentag beginnt um 8.30am, wunderbar!

(Ich als ein eingefleischter, schweizer Fruehaufsteher geniesse also jeden Tag die ruhigen Morgenstunden und hoffe immer, dass ich nicht das ganze Haus aufwecke mit meinem morgendlichen Getrampel...- let's have a nice cup of coffee!)

...a apropos coffee: bar italia ist die Lieblingsbar meines host fathers, a little bit of Italian-feeling mitten in Neuseeland...- enjoy!



Dienstag, 19. Juni 2012

Auckland, Epsom - 19th of June


I had a wonderful birthday with a lot of cookies and a huge chocolate cake - yummieee

Thank you for all your greetings, send you a big kiss and hug back!


Sonntag, 17. Juni 2012

Timaru - Auckland

Natuerlich muss ich noch einige Worte ueber meine letzten Reisewochen erzaehlen...

Mein Plan war von Dunedin der Ostkueste entlang Richtung Norden nach Timaru zu reisen mit dem Hintergedanke, irgendwie nach Lake Tekapo und Lake Pukaki (zwischen Christchurch und Queenstown, in der ,Mitte, der Suedinsel) zu gelangen. Doch als ich in Timaru den Bus verliess und in der Touristeninformation nach einem Bus Richtung Lake Tekapo & Pukaki fragte, wurde ich enttaeuscht, keine Chance - nur via Queenstown oder Christchurch...
Also blieb ich nicht in Timaru, was bestimmt auch sehr schoen gewesen waere, sondern fuhr mit dem selben Bus, den ich gerade verlassen hatte:D weiter nach Ashburton. In Ashburton erwartete mich eine ziemlich verlorene ein wenig heruntergekommene aber grosse Industriestadt - nach kurzem Aufenthalt hier begriff ich auch, warum die Stadt nicht in meinem Reisefuehrer vermerkt war - mit wenigen billigen Uebernachtungsmoeglichkeiten. Ich lief also zuerst einmal 3km mit Sack und Pack aus dem Kern der Stadt hinaus zu einer zahlbaren Unterkunft. Mein Bett fuer diese Nacht befand sich auf einem Campingplatz und ich teilte mir dieses Mal das Zimmer mit 5 jungen Leuten, die alle fuer working-holiday nach Neuseeland gekommen sind. Die meisten der Reisenden tun dies, das heisst, sie haben ein Visa fuer ein Jahr, welches ihnen zu arbeiten erlaubt. In Ashburton ist es ziemlich einfach, Arbeit zu finden, doch natuerlich sind es diese Jobs, die keiner haben moechte: Fabrikarbeit, ,farmers-work, oder andere, schlechtbezahlte & koerperlich harte Arbeit. Kein paradiesischer Ort also und das erste Mal war ich froh, dass ich am naechsten Tag weiterreisen konnte - froh und unendlich dankbar ueber meine unglaubliche Moeglichkeit zu Reisen...

Der Bus fuhr mich von Ashburton weg ins Herz der Suedinsel - zu einem der schoensten Plaetze, die ich je gesehen habe. Lake Tekapo & Pukaki sind total beruehmt fuer ihre klare blaue Farbe, die sich staendig mit der Jahreszeit von einem hellen tuerkis zu einem dunklen saphirblau veraendert - und je nach Wetter heller oder dunkler erscheint. Die klare, intensive Farbe bekommen die Seen anscheinend von kleinsten Sedimentpartikel auf dem Grund, die das einfallende Sonnenlicht speziell brechen. Diese Sedimentpartikel sind Ueberreste der Reibung des Gletschers, der vor langer langer Zeit ueber dieser Landschaft lag. In Lake Tekapo, einem winzigen Oertchen mitten im stillen Niemandsland, verbrachte ich meine letzten 3 Naechte. - und ich kostete den winzigen Ort so richtig aus!:) Ich tat in diesen 4 Tagen wirklich alles, was man in diesem Doerfchen machen kann, von Schlittschuhlaufen ueber wandern (wie koennte es anders sein...haha) zu wellnessen in den hot pools bis minigolfen und Sterne beobachten....herrlich.

Am Freitagmittag stieg ich dann ein letztes Mal in den Bus der mich zurueck nach Christchurch brachte, dorthin zurueck, wo meine kleine Rundreise began...- zurueck mit vielen neuen, unbezahlbaren Erfahrungen und Begegnungen,
zurueck mit einem tiefen Gefuehl der Dankbarkeit.


Auckland, 17th of June

Hallo Nordinsel,
hallo groesste Stadt Neuseelands,
hallo Schulalltag,
goodbye Reiseleben...

Finally in Auckland angekommen - nach einem Monat aus dem Koffer leben, mit der Sonne aufstehen und purem Freiheitsgenuss heisst es nun fuer die kommenden 10 Wochen Schulbank druecken, Englisch lernen und das Leben wieder nach vorgegebenem Tagesablauf bestreiten, wunderbar!:). Nach einem kurzen Flug von Christchurch ueber die Alpenlandschaft Neuseelands bin ich um 4.30pm in Auckland gelandet und dort von meiner host family in Empfang genommen worden. Nach einer kurzen Autofahrt sind wir bei ihrem (und jetzt auch meinem....) Haus angekommen - ein suesses, gemuetliches Haus mit 2 Stoecken und einem riiieesigen Gaestezimmer...wow, ich habe wieder ein ,eigenes, Bett, und was fuer eines, 1.60m ganz fuer mich allein! Es ist schon ein bisschen komisch, wieder ein eigenes Zimmer zu haben und am Morgen nicht noch ganz verschlafen ueber den ungepackten Rucksack des Bettnachbars zu stolpern oder mitten in der Nacht von den zarten Toenen seines Geschnarchens zu erwachen...
Ein Zimmer mit Pult, begehbarem Schrank und 1.60m Bett ganz allein fuer mich - wunderbar. Und das Beste an meinem neuen Bett ist die geheizte Matratze...(die ,Kiwis, wissen zwar nicht, wie man Haeuser isoliert um in kalten Tagen die Waerme im Haus zu behalten, aber dafuer haben sie geheizte Bettmatratzen, no problem also, funktioniert wunderbar...:)) - ich genoss also eine wunderbar ruhige Nacht im Wissen, dass ich am naechsten Morgen nicht instant coffee trinken oder meinen backpack packen muss...wieder ein neues Abendteuer...

Heute Morgen habe ich dann auch das erste Mal seit langem so richtig ausgeschlafen (viel zu lange wenn man bedenkt, dass sich die Sonne schon um 5pm wieder fuer die naechsten 15 Stunden schlafen legt). Nach dem Fruehstueck haben mich meine host family, Stephanie & Phill, auf eine Sonntagsfahrt in ihrem alten Cabriolet mitgenommen (ihre juengere Tochter hatte den ganzen Tag Cheerleading-Training und die aeltere Tochter hatte letzte Woche ihre final exams und geniesst deshalb nun ihre pruefungsfreie Zeit mit ihren Freunden) - erster Stopp war Mt.Eden, ein ,Huegel, der in Wahrheit ein heiss pulsierender Vulkan ist. Auckland ist wirklich verrueckt - oder besser, die ,Kiwis, sind verrueckt! Man koennte meinen, mit der Erdbebenstadt Christchurch waere genug Gefahr herausgefordert, doch die Leute von Auckland leben mit 50 mehr oder weniger aktiven Vulkanen in harmonischer Lebensgemeinschaft...- scheinbar harmonisch! Der letzte Vulkan brach vor 800 Jahren aus, doch niemand weiss, wann einer der 50 anderen es ihm gleicht tun wird...no risk, no fun also! Mt.Eden ist wirklich ein wunderschoener ,Huegel, von dem man eine Sicht ueber ganz Auckland, den Hafen sowie den Pazifik und Atlantik geniessen kann. Es war sonniges, ,warmes,:D Wetter Heute und deshalb schien sich die halbe Stadt auf dem lieben Vulkan zu tummeln. Nach einem kleinen walk und einer Fotosession gieng es auf ins Herz Aucklands: helo city center. (Die Cafe's hier sind echt super, goodbye instant coffee...hurraaa).
Nach herrlichem Kaffee (welcome Kaffeesucht again...) und Staerkung giengen Steph und ich in eine grosse Art Gallery mitten in Auckland. Von Degas bis Dalì und weiter zu aktuellen Maori Kuenstler - eine Reise durch die Kunst der letzten Jahrhunderte.

Nun ist schon seit einigen Stunden dunkle Nacht hier und ich versuche mich gerade mit dem Gedanken anzufreunden, dass ich Morgen nach einem Jahr schoener Pause nun wieder in einem Schulzimmer sitzen werde...- wonderful...

Gute Nacht Auckland,
Guten Morgen Schweiz.





Samstag, 9. Juni 2012

Dunedin, 10th of June

Die Zeit ist kein Indikator fuer 'Zeit',
manchmal schleicht sie,
manchmal kriecht sie,
manchmal jedoch verfliegt sie - so schnell, dass es schon fast zeitlos erscheint,
Zeit.

Wow.So fuehle ich mich gerade - total im zeitlosen Strudel der viel zu schnell verfliegenden Zeit...

Ich bin gerade in Dunedin, an der suedlichen Ostkueste der South Island of New Zealand, 3 Wochen Zeit trennen mich schon vom Abflug in Zuerich - dem Start meiner Reise - und dem jetzt.
Es waren 3 wundervolle, unbeschreibliche, atemberaubende Wochen; ich versuche mein bestes, sie kurz und wuerdig in Worte zu fassen:)

Das letzte Mal schrieb ich von Nelson aus - Nelson ist eine bunte, quietschlebendige 'Kuenstlerstadt' im Norden, der waermste und sonnigste Platz der ganzen Suedinsel! Und es waren auch meine 'waermsten' Tage, die ich waherend meiner ganzen Reise verbrachte: sage und schreibe 17 Grad warm war es dort! Ich hatte mich total in Nelson und die quirligen Leute verliebt, doch leider wurde mir recht schnell klar, dass 1 Monat reisen sehr sehr wenig Zeit ist und ich deshalb immer gezwungen bin, weiter zu gehen, Neues zu erkunden, denn es gibt einfach sooo viel wunderschoenes und atemberaubendes zu sehen auf dieser Insel - unglaublich! Ich koennte mich wirklich zu Tode fotografieren bei dieser malerischen, mysthischen und scheinbar unberuehrt wilden Landschaft...(ich bin wirklich ein richtig typischer Tourist, der total doof mit der Kamera vor den Augen durch die Gegend rennt und jede Sekunde ein neues Wow! ausstoesst...hihi). In Nelson zum Beispiel gieng ich einen Tag lang mit Baby-Seeloewen im Able Tasman National Park paddeln...wonderful!
Nach Nelson gieng es also viel zu schnell weiter mit dem Bus Richtung Sueden, der Westkueste entlang...ich verbrachte einen Tag in Punakaki, einem Ort mit 2 Strassen und einem Cafe (wobei das Cafe ca. 10 Gehminuten von den 2 Strassen entfernt, einsam auf einem Huegel lag...) - dafuer konnte man in Punakaki so wunderschoene Wanderungen im 'Regenwald' von Neuseeland geniessen oder am Beach entlanggehen und die pancake rocks bestaunen (das ist altes Vulkangestein, vom Wind und Meer abgetragen und sieht tatsaechlich aus wie aufeinandergesapelte pancakes:))
Von Punakaki gieng es weiter nach Hokitika (keine Sorge, ich kann die Namen auch nach hartem Training immer noch nicht korrekt aussprechen...) wo ich einiges ueber Pounamu (gruener Jadestein, den man nur auf der Suedinsel von Neuseeland finden kann und der in der Maori Kultur eine hohe spirituelle Bedeutung hat) lernte. Von Hokitika weiter nach Fox Glacier - wie es der Name schon erahnen laesst, befindet sich ca. 10km neben dem Staedtchen einer der zwei groessten Gletscher Neuseelands - Gletscherwanderung mit Kappe und Handschuhe, wunderbar!:)
Nach Gletscher-Abendteuer gieng es weiter nach Wanaka (lake wanaka ist anscheinend der schoenste See der Welt - wuhu!) und er ist in der Tat atemberaubend! Ich bin dort vor dem Erwachen der Sonne aufgestanden um einige Fotos von der sich im See spiegelnden Morgenroete zu schiessen und anschliessend habe ich einen Berg erklommen und dort, hoch oben, hatte man wirklich eine der schoensten Aussichten, die ich je geniessen durfte! Wieder einmal so ein Moment, in dem man sich einfach nur winzig klein und schrecklich unbedeutend fuehlt...
Nach Wanaka brachte mich der Bus in die belebte Stadt Queenstown - endlich einmal wieder people auf der Strasse und nicht nur 2 Strassen:) - sehr viele Leute sogar, Queenstown ist beruechtigt fuer das aufregende Nachtleben...- und alle anderen nervenkitzelnden, wahnsinnigen, adrenalinpushenden Aktivitaeten, wie zum Beispiel bungee jumping! (und ja, auch ich musste das natuerlich versuchen, wenn ich schon einmal dort bin...hihi...es war toll!! - aber viel zu schnell vorbei).
Nach all dem Aktion in Queenstown durfte ich wieder viel Natur pur in der Umgebung von Te Anau spuehren: bei diesem Ort habe ich meine laengste Wanderung gemacht; ein kleiner Teil des Kepler Tracks, danach spuehrte ich wirklich jede kleinste Muskelfaser meines Koerpers! Natuerlich war ich nicht ohne Grund nach Te Anau gereist, von Te Anau aus hat man die besten Moeglichkeiten zur Erkundung des Fijordlands - wunderschoen! - leider musste bei mir alles wieder einmal viel zu schnell gehen und ich machte deshalb nur einen gefuehrten Touristen-Tagesausflug nach Milford Sound, aber die winzige Geschmacksprobe hatte es in sich! Milford Sound anzusehen ist etwa so, wie einen Film ueber eine vergessene, tiefverborgene Maerchenwelt zu sehen, mit dem einzigen Unterschied, dass der Film Realitaet ist! Waehrend wir mit dem Schiff durch den Fijord fuhren, rechts und links hohe, dicht bewaelderte Huegel, die aus dem tuerkisfarbenen Wasser herausragen, sprangen Delfine aus dem Wasser und tuemmelten sich Seeloewen auf den Steinen...wirklich, wie im Film!

Wieder so ein Moment, in dem ich mich ziemlich klein und schrecklich unbedeutend fuehlte...

Und mit diesem Gefuehl geht es wohl weiter - weiter nach Timaru...- und dann? Wer weiss...

Kia Ora!
& cheers aus New Zealand.

ps: ach ja, heute bin ich die steilste Strasse der Welt emporgefahren - ich habe zeitweise um die tolle, menschliche Erfindung des Motors oder viel mehr um dessen Leistungskraft gefuerchtet...:)



Sonntag, 27. Mai 2012

Nelson, 28th of May

...
back again. - gestern in Picton war es leider allzu schnell vorbei mit meiner Internet-Verbindung...:D

Bevor ich euch von Nelson und meiner atemberaubender Fahrt hierher erzaehle, einen kurzen Ueberblick, was in meiner ersten Woche alles geschehen ist:

20th of May - Christchurch
Ich wurde fit, ready und total neugierig auf Neuseeland und die fremde Kultur am Nachmittag von Adrienne und Peter am Flughafen abgeholt. Meine ersten Schafe habe ich 10 Minuten spaeter auch schon gesehen: Adrienne und Peter besitzen ein nostalgisches, weisses Countryhouse mit Schafen und geheizten Betten;)\

21th of May - Christchurch City & Lyttleton
Nach einer kurzen Stadtbesichtigung - die ziemlich traurig war und ein mulmiges Gefuehl hinterliess - gieng es mit dem Bus nach Lyttleton.
Christchurch City ist gezeichnet von dem schweren Erdbeben, ueberall sind die Leute damit beschaeftigt, die Stadt und ihren Charme wieder aufzubauen, doch kabutte Hauuser, gebrochene Fenster, staubige Strassen und gespenstig leere Einkaufsstrassen erinnern nur allzu deutlich an die Katastrophe. Auch in der Mentalitaet der Leute ist das Ereignis fest verankert: neue Hoffnung und starker Zusammenhalt, eine neue Brise des 'together we are strong' liegt in der Luft.

Lyttleton ist ein kleines, suesses Fischerdoerfchen, das nach dem Erdbeben fast keine Touristen mehr gesehen hat - vor allem nicht in der Winterzeit (ich glaube der Frau beim i-site Touristeninformationscenter, welches sich als alter, baufaelliger Wohnwagen entpuppte, vielen fast die Augen aus dem Kopf, als sie mich zu Gesicht bekam...)

22th of May - Akaora
Frueh Morgens gieng es los von Christchurch Richtung Akaora: dem ersten franzoesischen Fischerdoerfchen der Ostkueste. Wunderbares, kleines Plaetzchen, welches den franzoesischen Charme ein klein wenig beibehalten hat. Auf jeden Fall top destination fuer alle Franzoesen, welche die letzten Tage vor dem Heimflug ab Christchurch in ruhiger Atmosphaere verbringen wollen...
(ich habe diese Tage meine verstaubten Franzoesischkentnisse wieder ausgegraben...oh dear)

23th of May - Akaora
Museum in Akaora - junge Geschichte franzoesischer und britischer Kolonialeroberungen...- wohl ein kleiner Spiegel der ganzten Ostkueste.

24th of May - Cheviot
Jeepii, travelmate gefunden!
Backpack endgueltig packen fuer die naechsten 3 1/2 Wochen...
Frueh morgens gieng es los Richtung Kaikoura - geschafft haben wir es mit dem Van dann bis Cheviot (Benzin fast fertig, weit und breit keine Tankstelle...- free camping, how great!)

25th of May - Kaikoura, Hanmer Springs
Erste Nacht im Van super ueberstanden, nach einem heissen, schwarzen Coffee to go giengs los nach Kaikoura - wow!
Kaikoura ist atemberaubend schoen! Farbige Herbstbaaume sauumen die dunkle Asphaltstrasse, hell brauner Farn waechst ueberall, Schafe grasen auf den gruenen endlosen Wiesen, huegelige Kurven und dann wie aus dem Nichts: das saphirblaue Meer mit schauumenden Wellenkronen...was fuer eine Kombination!

Nach Nachmittags-Track und toller Aussicht nach Hanmer Springs.


Picton, 27th of May

One week - time already lost

Wow.
Vor einer Woche habe ich das erste Mal in meinem Leben neuseelaendischen Boden gespuehrt, endlich, nach einem scheinbar endlosen Flug von Zuerich ueber Dubai bis Bangok von dort weiter nach Sydney und dann - schlussendlich - nach Christchurch.
Christchurch.
Final destination: doch die Reise war am Christchurch airport natuerlich noch lange nicht vorbei - sie began dort erst...

...
das erste was ich in Christchurch machen durfte, nach mehr als einem Tag Reise (,die jedoch ziemlich angenehm war, da ich eine ganze Sitzreihe fuer mich alleine geniessen durfte und wie ein kleines Kind geschlafen habe) war meinen 23 Kilogramm schweren Koffer auszupacken.
Wonderful.
'Welcome in New Zealand', dachte ich mir, hoffentlich wuerden sie aus Eifersucht nicht meinen ansehlichen Vorrat an feinster schweizer Schokolade konfizieren...
Das einzige, was anscheinend nicht in Ordnung war an meinem ganzen Bagage, waren meine zwei Paar neuen Joggingschuhe - die mussten eine keimentfernende Dusche ueber sich ergehen lassen, bis sie endlich mit dem Rest des Kofferinhaltest die Zollline passieren durften.

Freitag, 18. Mai 2012

Reisevorfreude - reduced to the max.

"reduced to the max!"
-
das war mein Leitsatz, mit dem ich seit gestern Morgen durch unser Haus renne, Kleider aus meinem Schrank wühle, Handschuhe und Mütze abstaube und den Koffer nach und nach mit allen wichtigsten Überlebensmassnahmen für die kommenden 3 Monate in Neuseeland fülle.
Am Ende blieb mein Vorhaben, mindestens eine Ecke für neuseeländische Kiwis leer zu lassen, trotz super Leitsatz, ziemlich erfolglos...Prall gefüllt steht mein Koffer vor mir - heute Abend geht es los!
3 Monate.
An das andere Ende der Welt.
Einmal um die halbe Welt macht ungefähr 30 Stunden Reisezeit plus 12 Stunden Zeitverschiebung - plus einen prall gefüllten Rucksack sowie riesige Vorfreude und eine nicht so freudige Familie und noch weniger freudige Freunde.

Einmal um die halbe Welt - definitiv nicht reduced to the max.