Heute war wieder einmal ein richtig typischer 'Auckland-spielt-verrueckt-Tag':
Bei schoenstem Sonnenschein frueh am Morgen aufgewacht wurde ich nach dem Fruehstueck all zu bald vom nassen Gegenteil ueberrascht - doch nach 3 Wochen in der groessten Stadt Neuseelands ist man solche horrende Wechsel gewoehnt.
Das Wetter hier ist wie an ungeschuetzten Plaetzchen in den Bergen: man kann in wenigen Minuten alle vier Jahreszeiten durchleben, von stuermisch herbstlich zu frostig eisig und weiter zu sonnig mild, ganz geschweige natuerlich von regnerisch 'April-like' - letzteres geniesst man sogar ziemlich oft hier...
Es kommt also bestimmt nie vor, dass ich das Haus ohne Regenschirm, Schal, Handschuhe und Jacke verlasse - man weiss ja nie, was fuer eine Wetterueberraschung eine halbe Stunde spaeter auf dich wartet...
Ach ja: Schnee hat es hier natuerlich auch - in den Bergen....
Ich hatte dieses Wochenende die Moeglichkeit einen 2500m hohen Vulkan zu erklimmen, was eine absolut unglaubliche Landschaftserfahrung war! Ich fuehlte mich schon fast ein bisschen heimatlich zwischen all den hohen Schneebergen und skifahrenden Leuten, doch als ich den 2er Sessellift aus den 50er Jahren sah, musste ich leise laecheln...(ich stellte mir vor, wie es waere, wenn Davos oder Laax all die Massen an Snowboardern und Skifahrern mit langsam hoppelnden 2er Sesselliften den Berg hinauftransportieren wuerden...- oder noch besser: wenn sie sich dann nach langem, ungemuetlichem Warten nur eine 20m breite Piste hinunterquetschen koennten...:))
Doch diesen fehlenden Luxus macht die atemberaubende Winterlandschaft postwendend wett und die Vorstellung, gerade auf einem verschneiten, schlafenden Vulkan zu wandern, stellt alles andere in den Schatten!
Wieder einmal
- einmal mehr -
ein Moment, in dem ich mich ziemlich klein und unbedeutend fuehlte...ehrlich gesagt ziemlich ungeschuetzt und total der Kraft der Natur ausgeliefert, denn der schlummernde Vulkan unter mir haette jede Sekunde seinen Feueratem ueber mir ausspeien koennen,
haette.

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