Natuerlich muss ich noch einige Worte ueber meine letzten Reisewochen erzaehlen...
Mein Plan war von Dunedin der Ostkueste entlang Richtung Norden nach Timaru zu reisen mit dem Hintergedanke, irgendwie nach Lake Tekapo und Lake Pukaki (zwischen Christchurch und Queenstown, in der ,Mitte, der Suedinsel) zu gelangen. Doch als ich in Timaru den Bus verliess und in der Touristeninformation nach einem Bus Richtung Lake Tekapo & Pukaki fragte, wurde ich enttaeuscht, keine Chance - nur via Queenstown oder Christchurch...
Also blieb ich nicht in Timaru, was bestimmt auch sehr schoen gewesen waere, sondern fuhr mit dem selben Bus, den ich gerade verlassen hatte:D weiter nach Ashburton. In Ashburton erwartete mich eine ziemlich verlorene ein wenig heruntergekommene aber grosse Industriestadt - nach kurzem Aufenthalt hier begriff ich auch, warum die Stadt nicht in meinem Reisefuehrer vermerkt war - mit wenigen billigen Uebernachtungsmoeglichkeiten. Ich lief also zuerst einmal 3km mit Sack und Pack aus dem Kern der Stadt hinaus zu einer zahlbaren Unterkunft. Mein Bett fuer diese Nacht befand sich auf einem Campingplatz und ich teilte mir dieses Mal das Zimmer mit 5 jungen Leuten, die alle fuer working-holiday nach Neuseeland gekommen sind. Die meisten der Reisenden tun dies, das heisst, sie haben ein Visa fuer ein Jahr, welches ihnen zu arbeiten erlaubt. In Ashburton ist es ziemlich einfach, Arbeit zu finden, doch natuerlich sind es diese Jobs, die keiner haben moechte: Fabrikarbeit, ,farmers-work, oder andere, schlechtbezahlte & koerperlich harte Arbeit. Kein paradiesischer Ort also und das erste Mal war ich froh, dass ich am naechsten Tag weiterreisen konnte - froh und unendlich dankbar ueber meine unglaubliche Moeglichkeit zu Reisen...
Der Bus fuhr mich von Ashburton weg ins Herz der Suedinsel - zu einem der schoensten Plaetze, die ich je gesehen habe. Lake Tekapo & Pukaki sind total beruehmt fuer ihre klare blaue Farbe, die sich staendig mit der Jahreszeit von einem hellen tuerkis zu einem dunklen saphirblau veraendert - und je nach Wetter heller oder dunkler erscheint. Die klare, intensive Farbe bekommen die Seen anscheinend von kleinsten Sedimentpartikel auf dem Grund, die das einfallende Sonnenlicht speziell brechen. Diese Sedimentpartikel sind Ueberreste der Reibung des Gletschers, der vor langer langer Zeit ueber dieser Landschaft lag. In Lake Tekapo, einem winzigen Oertchen mitten im stillen Niemandsland, verbrachte ich meine letzten 3 Naechte. - und ich kostete den winzigen Ort so richtig aus!:) Ich tat in diesen 4 Tagen wirklich alles, was man in diesem Doerfchen machen kann, von Schlittschuhlaufen ueber wandern (wie koennte es anders sein...haha) zu wellnessen in den hot pools bis minigolfen und Sterne beobachten....herrlich.
Am Freitagmittag stieg ich dann ein letztes Mal in den Bus der mich zurueck nach Christchurch brachte, dorthin zurueck, wo meine kleine Rundreise began...- zurueck mit vielen neuen, unbezahlbaren Erfahrungen und Begegnungen,
zurueck mit einem tiefen Gefuehl der Dankbarkeit.
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